Ernst Moll verläßt Deutschland nach begangenem Totschlag an seinem Vater Richtung Andalusien und entschließt sich nach intensiver gedanklicher Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit zur Rückkehr. Der nach dem tödlich endenden Streit einsetzende Läuterungsprozeß wird auch durch die Tiefenwirkung des spanischen Landstrichs vorangetrieben.

In meinem Debütband wird eine expressive Überdosis an Bildern präsentiert, die ein fast surrealistisches Spiel mit Farben, Worten und Gefühlen erzeugen.

In dem fesselnden Roman geht es weniger um die juristische Seite des Verbrechens als um seelische Konfliktbewältigung, um Schuld und Sühne. Er reiht sich in die lange Tradition der“Vatermord“-Literatur ein.

Ein Roman von seelisch-individueller und gesellschaftlich-historischer Brisanz

Schardt Verlag Oldenburg, 2000     ISBN: 3-89841-000-5, 103 Seiten 12,40 Euro

Schardt Verlag Oldenburg, 1999       ISBN: 3-933584-19-1, 106 Seiten  12,40 Euro.

Die hier vorgelegten Gedichte sind Lieder, moderne Balladen. Es sind Beobachtungen, Momentaufnahmen von Erlebtem, Impressionen, die ebenso durch ausgeprägten Individualismus wie durch gemeinschaftliches Empfinden gekennzeichnet sind. Sie bergen originelle Bilder und überrraschende Ideen. Der eigentliche Reiz der Lieder liegt in der Sprache, die geschmeidig fließt, zugleich sinnlich und exakt ist und viel Raum für die Phantasie des Lesers schafft. Die Lieder stehen den frühen Gedichten von Wolf Wondratschek in nichts nach.

 

Ein Spracharbeiter auf dem Zirkusseil hält die Balance von Wortakrobatik und Thema.

Cadaqués, 28.12.1989, der Todestag von Salvador Dalí jährt sich annähernd zum ersten Mal. Helena, Ex-Punkerin, Witwe und Mutter zweier Kinder, begibt sich auf eine Reise in das kleine spanische Fischerdorf, in die Inspitrationsheimat des berühmten spanischen Malers.Diese Reise wird nicht nur zu einer Suche nach Dalí, sondern auch nach sich selbst - nach einer Möglichkeit, weiterleben zu können. Weiterzuleben mit ihren Erinnerungen an eine traumatisierte Kindheit und an den dramatischen Abschied ihres Mannes. Bei dieser Suche schafft es Helena, durch die Aufdeckung zahlreicher Gemeinsamkeiten zwischen sich und dem Künstler, sich selbst näher zu kommen und neue, vor allem sinnliche Seiten zu entdecken.

Markus Fritsche erzählt direkt, rauh und doch einfühlsam, erotisch und malerisch. Nackter Realismus und wohlgekleidete Poesie fallen schutzlos übereinander her.                

Schardt Verlag Oldenburg, 2005, ISBN: 3-89841-165-6, 125 Seiten 12,80 Euro

Schardt Verlag Oldenburg, 2007   ISBN 978-3-89841-316-9, 160 Seiten  12,80 Euro

Ein klein wenig Mut kann nie schaden - sich auf das Chaos des Alltäglichen einzulassen und Durchblick im Unvorhersehbaren zu finden.

Die Texte von Markus Fritsche bewegen sich spielend zwischen den Extremen. “Ausseits“ sind gedichtete Monologe, die von verdichteten Dialogen kaum mehr zu unterscheiden sind. Mit kreisrunder Leichtigkeit steuert der Autor in die brisanten, sperrigen Problemzonen unserer Zeit.

Die Photographien von Richard Gaubatz sind künstlerisch vollendet und fundamentalisieren sattschwer die Aussagekraft der pointierten Gedichte und Geschichten.

Zwischen Geburt und Tod liegt ein Leben, das die Liebe einlädt, in dem Natur religiös und Religion natürlich sein darf und starre Politik wie zeitlos erscheint.

Markus Fritsche ist ein herausfordernder Sprachästhet, der so kufenlos über das Glatteis der Realität fährt, daß es schmilzt.

Unter einem niedrigen Himmel und über der hohen Spannkraft einer mißhandelten Erdoberfläche schmiegen sich Lebensmöglichkeiten an sterbliche Begebenheiten, ist der Raum zwischen Licht und Schatten so breit wie eine Rasierklinge...

 

Ausseits Titel

Schardt Verlag Oldenburg, 2014   ISBN 978-3-89841-750-1, 126 Seiten  12,80 Euro